Morri, Lara: Auf den Spuren der Erinnerung

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Verkaufspreis25,00 €

Beschreibung

Lara Morri
Auf den Spuren der Erinnerung
Bildband

112 S., geb., 270x205mm, s/w- und Farbabb.
ISBN 978-3-96311-017-7

Erschienen: April 2018


Die Heilstätten Beelitz und die »verbotene Stadt« Wünsdorf: zwei berühmt-berüchtigte Orte der deutschen wie der europäischen Militärgeschichte. Beelitz: Lazarett und Sanatorium der kaiserlichen Armee, der Reichswehr und der Wehrmacht, später größtes Hospital der Sowjetarmee im Ausland. Wünsdorf: Militärstandort von 1910 bis 1994. Kriegsgefangenenlager, Hauptquartier der Reichswehr, »Herz der Wehrmacht«. Bunkeranlagen, Nachrichtenzentralen. Nach 1945 »Leninstadt« der Sowjetarmee mit ihrem Hauptquartier in der DDR … Heute: Ruinen, weitgehender Zerfall. Morbider Charme. Museen zur Erinnerung und Mahnung.
Lara Morri zeigt beeindruckende Bilder vom jetzigen Zustand der Gebäude. Interviews mit Zeitzeugen und Ortschronisten, ergänzt durch Daten, Fakten und Hintergrundinformationen, geben Einblick in die Vergangenheit und Gegenwart dieser beiden historisch interessanten Orte.

Autorin/Fotografin

Lara Morri, geb. 1997 in Aarau in der Schweiz, besitzt die deutsche, Schweizer und italienische Staatsbürgerschaft. Sie interessiert sich für Lost Places, Fotografie, Psychologie, Grafik und visuelle Kommunikation. Ab September 2018 wird Lara Morri »Multimedia Production« an der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Chur studieren.
»Auf den Spuren der Erinnerung. Die Beelitzer Heilstätten und die ›verbotene Stadt‹ in Wünsdorf« hat sie 2016 im Rahmen ihrer Maturarbeit an der Neuen Kantonsschule Aarau (NKSA) verfasst und gestaltet.

Interview

Wie sind Sie auf die Beelitzer Heilstätten und Wünsdorf als Thema für Ihre Maturarbeit gekommen?
Lost Places faszinieren mich und die Beelitzer Heilstätten gehören zu den interessantesten LP in Europa. Da Wünsdorf sowohl geographisch als auch geschichtlich (1945–1994) grosse Parallelen aufweist, beschloss ich herauszufinden, was sich damals an diesen Orten abgespielt hat. Besonders interessierten mich dabei die Geschichten der Menschen, die hier lebten. Zudem war es mir an beiden Orten möglich, die Liegenschaften legal (im Rahmen einer Fototour mit go2know) zu betreten, was mir sehr wichtig war.

Gab es ein bestimmtes Fotomotiv an diesen Orten, welches Sie besonders eindrucksvoll fanden?
Mich hat besonders das Treppenhaus im Haus der Offiziere in Wünsdorf in seinen Bann gezogen, ganz einfach, weil dieser Treppenaufgang ein geniales Motiv ist. Aber es begeistert mich auch immer wieder aufs Neue, all die kleinen Details wie z.B. verfallene Mauern, abblätternde Farben, zersplitterte Scheiben, rostige Schrauben, die häufig übersehen werden, mit meiner Kamera einzufangen.

Was fasziniert Sie besonders an Lost Places?
Es ist diese einzigartige Atmosphäre, die sich an solchen Orten breit macht. Die Illusion, der Vergangenheit zum Greifen nah zu sein und sich gleichzeitig der Vergänglichkeit äußerst bewusst zu werden. Außerdem ist es ergreifend zu sehen, wie von Menschenhand Erbautes von der Natur zurückerobert wird. Moosbewachsene Böden, von der Feuchtigkeit aufgequollenes Holz, aus den Dächern ragende Bäume, all das macht die Schönheit des Verfalls aus, eine Schönheit, die ich beeindruckend finde.