Jost, E./Eger, Chr. (Hg.): Friedrich von Matthisson (1761–1831)

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Verkaufspreis14,95 €

Beschreibung

Erdmut Jost/Christian Eger (Hg.)
Friedrich von Matthisson (1761–1831)
Dichter im Zeitalter der Freundschaft

216 S., Br., 200 x 280 mm, s/w- und Farbabb., mit Audio-CD »Franz Schuberts Vertonungen nach Friedrich von Matthisson«
ISBN 978-3-95462-022-7

Erschienen: Dezember 2013

 

Tagungsband zur Jahrestagung der Dessau-Wörlitz-Kommission 2011

Friedrich von Matthisson (1761–1831) gehörte zu den populärsten und erfolgreichsten Schriftstellern um 1800. Sein umfangreiches und vielfältiges Œuvre erreichte hohe Auflagen, seine Lyrik wurde von Komponisten wie Beethoven, Schubert oder Reichardt vertont; Übersetzungen in mehrere europäische Sprachen machten Matthissons Schriften zudem weit über Deutschland hinaus bekannt. Es war jedoch gerade der Status des Erfolgsschriftstellers, der Matthisson die Kritik seiner Zeitgenossen einbrachte und in der Folge letztlich dafür sorgte, dass der Schriftsteller und sein Werk aus dem literarischen Kanon ausgeschlossen wurden. Er geriet zunehmend in Vergessenheit und ist heute nahezu unbekannt.
Matthissons 250. Geburtstag 2011 bot daher den willkommenen Anlass, neue Perspektiven auf sein Leben, Werk und Wirkung zu eröffnen. Der vorliegende Band präsentiert die Ergebnisse der Jahrestagung der Dessau-Wörlitz-Kommission am Interdisziplinären Zentrum für die Erforschung der Europäischen Aufklärung (IZEA) 2011 – es war zugleich die erste wissenschaftliche Konferenz überhaupt, die sich mit Matthisson beschäftigt hat. Dabei nehmen die Beiträge nicht nur die ganze Breite seines literarischen Schaffens in den Blick – Lyrik, autobiographisches Schreiben, Reiseliteratur –, sondern auch Matthissons Tätigkeit als Mittler in den literarisch-kulturellen Netzwerken seiner Zeit, ob als Herausgeber und Anthologist, Mitglied von Dichterkreisen oder Angehöriger von Freundschaftsbünden. Daneben gewinnt anhand wesentlicher biographischer Stationen – der Zeit am Dessauer Philanthropin, der Jahre im Dienste der Fürstin Louise von Anhalt-Dessau und als »Hofdichter« in Stuttgart – die Persönlichkeit des Autors genauere Kontur. Schließlich kommen auch der Dessauer Nachlass des Dichters, sein Korrespondentennetzwerk und die Vertonungen der Gedichte zur Sprache. Eine Auswahl von Schubert-Vertonungen ist auf einer beigelegten CD zu hören.
Der Band bildet darüber hinaus einen der wichtigsten Erträge des erfolgreichen regionalen Festjahres »Matthisson-Jahr 2011«, das unter dem Dach der Dessau-Wörlitz-Kommission sowie im Rahmen des Themenjahres „Geselligkeiten“ der Landesinitiative »Sachsen-Anhalt und das 18. Jahrhundert« stattfand.

Herausgeber

Dr. Erdmut Jost, geb. 1968, Studium der Germanistik und Publizistik in Berlin, Promotion 2004, nach Stationen als wiss. Mitarbeiterin an der TU Berlin (2004/05) und der Universität Bielefeld (2005–2009) seit 2009 Wiss. Assistentin des Geschäftsführenden Direktors am Interdisziplinären Zentrum für die Erforschung der Europäischen Aufklärung an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg sowie ehrenamtliche Geschäftsführerin der Dessau-Wörlitz-Kommission. Forschungsschwerpunkte sind u.a. Gartenkultur, historische Medien, Literatur und bildende Künste.

Christian Eger M.A., geb. 1966, Studium der Germanistik, Allgemeinen Sprachwissenschaft sowie neueren und mittleren Geschichte in Halle, seit 1997 Redakteur im Ressort Kultur der Mitteldeutschen Zeitung in Halle. Zahlreiche Veröffentlichungen zur Literatur- und Kulturgeschichte Anhalts und der Dessau-Wörlitzer Aufklärung, Forschungen zu den Bibliotheken und Lektüren des Fürstenpaares Louise und Leopold III. Friedrich Franz von Anhalt-Dessau.

Pressestimmen

»Ein reputierlicher Band mit hübschen Abbildungen, der positiv den Blick auf offene und über den aktuellen Erkenntnisstand hinausweisende Fragen von öffentlichem Interesse fördert. Er hat jetzt seinen sicheren Stand in der deutschen kulturhistorischen Literatur.«
Detlef Jena, Thüringische Landeszeitung – Beilage Treffpunkt, 26. April 2014