Bohse, Daniel: Die Entnazifizierung von Verwaltung und Justiz in Sachsen-Anhalt 1945/46

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Verkaufspreis44,00 €

Beschreibung

Daniel Bohse
Die Entnazifizierung von Verwaltung und Justiz in Sachsen-Anhalt 1945/46
Wissenschaftliche Reihe der Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt, Bd. 4
Fachbuch

720 S., Br., 148 × 210 mm
ISBN 978-3-95462-797-4

Erschienen: März 2017


Wer waren die konsequenteren Nazijäger?

In der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) sahen nach Ende des Zweiten Weltkrieges sowohl die Sowjetische Militäradministration (SMA) als auch die KPD/SED die Organe der Verwaltung und der Justiz als relevant zur Durchsetzung ihres Machtanspruchs an. Gleichwohl setzte die SMA die Prioritäten für die Reaktivierung von Verwaltung und Justiz, ihre Säuberung von Nationalsozialisten und Durchsetzung mit loyalen Kadern unterschiedlich. Daher differierte in beiden Bereichen die Entnazifizierungs- und Personalpolitik teilweise erheblich.
Daniel Bohse analysiert in seiner Studie erstmals detailliert für ein gesamtes Land der SBZ die Besatzungs- und Säuberungspolitik der zunächst westalliierten, dann sowjetischen Militärregierungen bis Anfang Juli 1945: Im Fokus stehen Unterschiede und Gemeinsamkeiten bezüglich des Umfangs und Tempos der Entlassungen von NS-Belasteten sowie der Nachwirkungen auf den Fortgang der Entnazifizierung bis Ende 1946 – nun unter sowjetischer Verantwortung. Dabei vergleicht Bohse die amerikanische, die britische und die sowjetische Entnazifizierungspolitik in der Provinz Sachsen – dem späteren Sachsen-Anhalt –, deren Territorium von Truppen aller drei Besatzungsmächte besetzt war, sowohl zeitgleich als auch in direkter Aufeinanderfolge.

Autor

Daniel Bohse, geb. 1974, Historiker, Leiter der Gedenkstätte Moritzplatz Magdeburg. Veröffentlichungen überwiegend zur Sowjetischen Besatzungszone und DDR, zur nationalsozialistischen Justiz sowie zu landesgeschichtlichen Themen.