Die originalen Tagebücher der Fürstin Louise

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Verkaufspreis29,95 €

BESCHREIBUNG

Die originalen Tagebücher der Fürstin Louise Henriette Wilhelmine von Anhalt-Dessau
Auszüge aus den Jahren 1795 bis 1811
Bearb. von Ingo Pfeifer, Uwe Quilitzsch und Kristina Schlansky

Sachsen-Anhalt und das 18. Jahrhundert
2 Bde., zus. 792 S., geb. im Schuber, mit s/w- und Farbabb.
ISBN 978-3-89812-726-4

Erschienen: 2010

 

Die Auszüge aus den originalen Tagebüchern der Fürstin von 1795 bis 1811 erlauben aufschlussreiche Einblicke in das Leben des deutschen Hochadels in dieser Zeit

Louise, die zeitlebens im Schatten ihres berühmten Mannes stand und von einer Aura des Nebulösen umgeben war, vertraute ihren »Seelentagebüchern« ihren Tagesablauf und ihre psychischen Befindlichkeiten, wie ihre heimliche Liebe zu Alois Hirt, an. Darüber hinaus reflektierte sie immer wichtige Ereignisse und schilderte lebhaft ihre zahlreichen Reisen.
Die Aufzeichnungen der Fürstin Louise spiegeln facettenreich das Leben einer wohlhabenden, gebildeten Dame des deutschen Hochadels im Zeitalter der Empfindsamkeit wider und ermöglichen faszinierende Einblicke in ihr Leben. Die vorliegende komprimierte Fassung der buchstabengetreu übertragenen Tagebücher umfasst insgesamt mehr als die Hälfte aller Aufzeichnungen der Fürstin. Dabei werden auch Passagen, die die Fürstin in einer eigenen Geheimschrift verfasste, entschlüsselt wiedergegeben.

Bearbeiter

Kristina Schlansky, geb. 1955, Diplommuseologin (FH), Referatsleiterin in der Abt. Schlösser und Sammlungen der Kulturstiftung DessauWörlitz.

Uwe Quilitzsch, geb. 1956, Diplommuseologe (FH), Referatsleiter in der Abt. Schlösser und Sammlungen der Kulturstiftung DessauWörlitz.

Dr. Ingo Pfeifer, geb. 1960, Kunsthistoriker, Referatsleiter in der Abt. Schlösser und Sammlungen der Kulturstiftung DessauWörlitz.

Pressestimmen

»Den Bearbeitern und Herausgebern ist zu dieser wunderschönen Edition nur zu gratulieren. Ihnen ist wiederum die Verbindung von Geschichtswissenschaft und Erinnerungskultur mehr als gelungen. Die beiden Bände sprechen nicht nur den an Dessau-Wörlitz interessierten Laien an, dem die Lebenswelt Luises plastisch vor Augen tritt. Er kann sich den Wahrnehmungen und Bewertungen dieser selbstbewussten, aber bescheidenen, klugen und empfindsamen Frau, über die wir bislang noch zu sehr aus der Sicht anderer informiert waren, direkt nähern.«
Jan Brademann, Jahrbuch für die Geschichte Mittel- und Ostdeutschlands, Band 58/2012

»Die erhaltenen 17 Bände mit insgesamt 2844 Seiten liegen nun in einer zuverlässigen Ausgabe vor, die sich gleichsam als Lesebuch und als Hilfsmittel künftiger Forschungen zu Louise Henriette Wilhelmine versteht. Die Tagebücher enthalten vielfältige Sachinformationen, die für Literatur-, Kunst- und Kulturwissenschaftler ebenso aufschlußreich sind wie für Historiker, die sich mit der Geschichte des Alltags, des Reisens und der Mentalitäten beschäftigen. Insofern ist die Forschung durch die vorliegende Ausgabe der Tagebücher Louise Henriette Wilhelmines von Anhalt-Dessau nicht nur um eine hochinteressante, sondern auch und vor allem um eine wichtige und aussagekräftige Quellenedition bereichert worden.«
Das Historisch-Politische Buch 3, 59. Jahrgang, 2011

»Zwei Prachtbände, großartig bebildert.«
Mitteldeutsche Zeitung (Wochenendmagazin Blick - MZ-Buchtipps zum Fest), 4. Dezember 2010

»Bei der Lektüre erfährt der Leser viel über eine gebildete Frau, die versucht, dem schwierigen Leben in einer Hofgesellschaft auf besondere Weise zu entfliehen.«
Wohnen Träume, November 2010

»Man kann nicht genug loben, dass zum ersten Mal der größere Teil des riesigen, wenngleich lückenhaft überlieferten Tagebuchkonvoluts der Louise von Anhalt-Dessau zur Verfügung steht. Wer ein Faible besitzt für die oft erregende Autobiografik der revolutionären Jahrhundertwende von 1800, wird dieses wunderbar ausgestattete Diarium mit großem Gewinn zur Kenntnis nehmen. Ein Stück historischer Selbsterfahrung, hautnah erzählt unter Seelennot und Weltbedrückung, eine sympathische, für Kenner wie für Laien eindrucksvolle und interessante Lektüre. Man muss der Kulturstiftung DessauWörlitz, ihrem Wissenschaftlerteam und dem Mittteldeutschen Verlag danken für die Entdeckung und Präsentation dieses kulturhistorischen, ja literarischen Juwels.«
Deutschlandfunk, 19. September 2010

»Eine kulturhistorische Quelle ersten Ranges – und das Zeugnis eines klug und unbedingt fühlenden Herzens. Großartig und für die Forschung sprechend sind die Dokumentationen der ausgedehnten Reisen nach Italien, in die Schweiz und nach Süddeutschland. Erhellend sind die Blicke auf den Alltag am Hofe. Diese Edition ist eine große und überfällige Tat, die ein Echo über die Fachwelt hinaus finden wird.«
Mitteldeutsche Zeitung Halle, 13./14. Mai 2010

»Eine historische Quelle derartigen Umfangs, geschrieben von einer regierenden Fürstin im Zeitalter der Aufklärung, ist in Deutschland einzigartig.«
Mitteldeutsche Zeitung Dessau-Roßlau, 15. Mai 2010