Bauernfeind, Wolfgang: Menschenraub im Kalten Krieg

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Verkaufspreis14,95 €

Beschreibung

Wolfgang Bauernfeind
Menschenraub im Kalten Krieg
Täter, Opfer, Hintergründe

248 S., 135 x 210 mm, s/w-Abb.
ISBN 978-3-95462-666-3

Erschienen: September 2016

 

Staatlich organisiertes Kidnapping – die Geschichte der Opfer

Menschenraub ist ein vergessenes Kapitel deutscher Nachkriegsgeschichte. Doch bis zum Mauerbau 1961 wurden hunderte Menschen von der DDR-Staatssicherheit vor allem aus West-Berlin entführt. Die Opfer waren ehemalige SED-Funktionäre, die die Seiten gewechselt hatten, Mitglieder von Organisationen, die gegen die DDR agitierten, Flüchtlinge, die für alliierte und westdeutsche Geheimdienste arbeiteten. Die Methoden der staatlich organisierten Entführungen waren vielfältig: Verschleppung auf offener Straße, Betäubung der Opfer durch Chemikalien, arglistige Täuschung durch Freunde und Verwandte. West-Berlin lebte in Angst: Wer würde der Nächste sein?
Wolfgang Bauernfeind recherchierte für sein Buch u.a. bei der Stasi-Unterlagenbehörde und sprach mit Entführungsopfern wie dem früheren RIAS-Mitarbeiter Richard Baier und dem Publizisten Karl Wilhelm Fricke. Er legt nun eine spannend geschriebene Auswahl von Entführungsfällen vor, die die illegalen Aktivitäten der Stasi im Auftrag des SED-Regimes schildert, um »Verräter« in der DDR bestrafen zu können. Deutlich wird die Haltung der SED, die jegliche ideologische Abweichung, jede eigenständige politische Position als Angriff auf ihre Macht ansah und resolut bekämpfte.

Autor

Wolfgang Bauernfeind, geb. 1944, studierte Theaterwissenschaft, Germanistik und Philosophie. Ab 1970 freie Mitarbeit bei Fernsehen und Hörfunk, ab 1978 Redakteur, Regisseur und Autor im Hörfunk-Feature des SFB, ab 1994 dort bzw. im rbb Abteilungsleiter. Zahlreiche internationale und nationale Radiopreise, Lehrtätigkeit u.a. an der Medienakademie von ARD und ZDF sowie der Universität der Künste Berlin im Masterstudiengang »Kulturjournalismus«, diverse Veröffentlichungen.

PRESSESTIMMEN

»Ein Buch, zu lesen wie ein Krimi, doch es ist bittere, ungeschönte Wahrheit, mit der hier Einblick in die kriminellen Methoden einer Staatsführung gegeben wird.«
Peter Moeller, VERS-Nachrichten 47, Februar 2017

»15 erschütternde Fälle beschreibt Journalist Wolfgang Bauernfeind in einer neuen Publikation.«
Katja Iken, SPIEGEL ONLINE, 25. Januar 2017

»Bauernfeind hat eine spannend geschriebene Auswahl von Entführungen vorgelegt.«
Jörg Kürschner, Förderverein Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen Nachrichteninformation 37, 3/2016

»Das Buch liest sich wie ein Krimi oder ein Spionagethriller. Es beschreibt atemberaubend deutlich die Gnadenlosigkeit des DDR-Apparats und seiner Vollstrecker.«
Annette Wilmes, Deutschlandfunk: Andruck - Magazin für politische Literatur, 17. Oktober 2016

»Gruselgeschichten des Kalten Krieges«
Daniela Münkel, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26. November 2016

»Wolfgang Bauernfeind beschreibt die Menschenraub-Maschinerie der Stasi und erzählt die Schicksale einiger namenhafter Entführungsopfer.«
Ralf Julke, Leipziger Internetzeitung, 08/2016