Aleš Palán
Lieber in der Wildnis verrückt werden
Einsiedler im Böhmerwald
Reportagen
Aus dem Tschechischen von Raija Hauck u. Martin Junge
Mit Fotografien von Jan Šibík
ca. 400 S., geb., 160 × 240 mm, Farbabb.
ISBN 978-3-68948-163-6
ET: September 2026
Freiheit und Einsamkeit in einer fremden Realität
Acht Interviews gepaart mit fesselnden Bildern
Authentische Aussteiger im Porträt
Einblicke in den Mythos „Einsiedler“Hauptpreis des Karlsbader Festivals 2025 an gleichnamigen Dokumentarfilm
Mit ausdrucksstarken Bildern erzählen der Journalist Aleš Palán und der Fotograf Jan Šibík in „Lieber in der Wildnis verrückt werden“ die einzigartigen Geschichten derer, die der Zivilisation den Rücken kehrten – fernab von Zwängen und Normen der Gesellschaft. Die Gespräche zeigen das Aufeinandertreffen mit unterschiedlichsten Menschen. Manche spiegeln das Wilde der Natur, andere jedoch wirken unerwartet vertraut, kaum auszumachen als „Einsiedler in der Wildnis“. Sie berichten von ihren Ausbrüchen in die ungezügelte Freiheit sowie von Sorgen und Stress, die sie wie Gepäckstücke im alten Leben zurückließen. Ihr ständiger Begleiter ist die Einsamkeit in ihren vielen Formen, oft befreiend, manchmal erdrückend, aber immer selbstgewählt. Ihre Lebensmodelle geben uns die Möglichkeit, in fremde Biografien einzutauchen und unsere eigenen zu reflektieren. Herausfordernd frei und pur, so konfrontiert Aleš Palán uns mit seinem Buch: Wann brechen wir aus?
Aleš Palán, geb. 1965 in Jihlava, brach sein Studium der Erziehungswissenschaften in Brno ab und wanderte mehrere Jahre durch Tschechien. Seit 1993 ist er journalistisch tätig, leitete Kurse für Kreatives Schreiben und Kommunikation und arbeitet seit 2019 als freier Schriftsteller. In Tschechien wurde er mehrfach für seine Interviewbücher ausgezeichnet.
Jan Šibík, geb. 1963, zählt zu den führenden tschechischen Reportage- und Kriegsfotografen. Er arbeitete viele Jahre für das Magazin „Reflex“, wurde u. a. 2004 mit dem World Press Photo ausgezeichnet und arbeitet heute freiberuflich.
Raija Hauck, geb. 1962, studierte Slawistik in St. Petersburg und Brno, promovierte und lehrte an der Universität Greifswald. Sie lebt als freie Übersetzerin, vor allem tschechischer Belletristik, in Saarbrücken.
Martin Junge, geb. 1984, studierte Politikwissenschaft und Slawistik (mit Schwerpunkt Bohemistik) sowie Lehramt Deutsch und arbeitet als Lehrkraft in Tschechien.