»Wartet nicht auf beßre Zeiten«. Literatur in Baden-Württemberg

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Verkaufspreis14,95 €

Beschreibung

»Wartet nicht auf beßre Zeiten«
Literatur in Baden-Württemberg 1970–2012
Herausgegeben von Hansgeorg Schmidt-Bergmann
im Auftrag der Literarischen Gesellschaft Karlsruhe

192 S., Br., 165 x 240 mm, zahlr. Farb- und s/w-Abb.
ISBN 978-3-95462-061-6

 

Begleitbuch zur Ausstellung »Literatur in Baden-Württemberg 1970–2010« im Museum für Literatur am Oberrhein, Karlsruhe

Die gesellschaftlichen Umbrüche, die in den frühen siebziger Jahren mit den Studentenprotesten ihren Anfang nahmen, haben auch auf die Literatur in Baden-Württemberg gewirkt und spiegeln sich in ihr wider. 2012 präsentierte das Museum für Literatur am Oberrhein, Karlsruhe im Rahmen des Landesjubiläums des Landes Baden-Württemberg eine Ausstellung »Literatur in Baden-Württemberg 1970–2010«. Das Begleitbuch zur Ausstellung bietet, mit einem um zwei Jahre verlängerten Zeitrahmen, die Schwerpunkte zum Nachlesen an.
So gehen die Autoren des Begleitbuchs auf das literarische Wirken von Schriftstellern aus oder mit biographischem bzw. thematischem Bezug zu Baden-Württemberg ein. Nicht alle konnten dabei Berücksichtigung finden, jedoch dokumentiert ein ausführlicher Anhang die Literaturpreise und Stipendien des Bundeslandes und bietet Platz für die Darstellung der literarischen Vielfalt Baden-Württembergs.
Fixpunkte wie Literatur in Zeiten von RAF-Terrorismus, die Frage nach der Bewahrung des Rechtsstaates und der kulturellen Öffnung durch die neuerliche »Gastarbeiterliteratur« oder Frauenbewegung und Literatur zeichnen den Wandel der Gesellschaft nach und zeigen dabei immer auch Widersprüche auf. In diese Entwicklungen waren und sind Autorinnen und Autoren wie Ernst Bloch, Wilhelm Genazino, Martin Walser, Rolf Hochhuth, Peter Schneider, Bernhard Vesper, Christoph Meckel, Judith Butler, Hanns-Josef Ortheil und Sibylle Lewitscharoff eingebunden.
Die Autorinnen und Autoren werden in kurzbiografischen Texten vorgestellt, die einzelnen Jahre mit Zeitleisten, die politische Ereignisse, literarische Neuerscheinungen und wichtige Buchpreise nennen, erschlossen. Die reiche Bebilderung des Bandes, u.a. mit Abdrucken aus Manuskripten, macht das Beschriebene greifbar.
Nach Anti-AKW- und Friedensbewegung, Katastrophen wie Tschernobyl und der Überwindung der deutschen Teilung befindet sich auch die Literatur in Baden-Württemberg weiterhin in einer Entwicklung, die in Zeiten von »Postmoderne« und »Popliteratur« nicht zum Stillstand kommt, ganz mit Sibylle Lewitscharoff: »Etwas wird sich ereignen.«

AUTOR

Prof. Dr. Hansgeorg Schmidt-Bergmann, geb. 1956; Professor am Institut für Literaturwissenschaft an der Universität Karlsruhe und Leiter der Literarischen Gesellschaft und des Museums für Literatur am Oberrhein Karlsruhe.

PRESSESTIMMEN

»Auf dieses Buch musste man warten, aber das Warten hat sich gelohnt. Mit seinem kunstvollen Layout erfordert die Lektüre des Buches eine gewisse Aufmerksamkeit, aber dafür erhält man auf knapp 200 Seiten ungeheuer viel Informationen und Hintergrundwissen. Die jungen Literaturwissenschaftler Ina Gohn-Kreuz und Björn Hayer, die für das Gros der Texte verantwortlich zeichnen, haben sich mächtig ins Zeug gelegt, um keinen Aspekt zu vernachlässigen.«
Peter Kohl, Badische Neueste Nachrichten, 5. April 2013