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Baganz, André: Endstation Bautzen II

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Verkaufspreis16,90 €

André Baganz
Endstation Bautzen II
Zehn Jahre lebenslänglich
Erinnerungsbericht

328 S., geb., mit s/w- und Farbabb., 13 x 20 cm
ISBN 978-3-89812-763-9

 

Eine spektakuläre Geiselnahme nach dem gescheiterten Fluchtversuch aus der DDR endet mit einem Toten und für André Baganz mit jahrelanger Einzelhaft im Stasi-Gefängnis

Es ist einer der spektakulärsten und in der DDR bis zuletzt geheim gehaltenen Fälle: Nach einem gescheiterten Fluchtversuch an der Grenze zu Westdeutschland wird André Baganz, Sohn einer Deutschen und eines Afrikaners, 1981 in Frankfurt/Oder in Untersuchungshaft eingeliefert. Beim Versuch, aus der Haftanstalt auszubrechen, verschanzen er und drei weitere Gefangene sich in einem Hochhaus. Sonderkommandos von Polizei und Staatssicherheit belagern die Stadt, ein Polizist kommt zu Tode, die Geiseln bleiben unversehrt. Baganz, obwohl selbst nicht der Todesschütze, wird zu lebenslanger Haft verurteilt und nach Bautzen II verlegt – dorthin, wo nur die gefährlichsten Staatsfeinde einsitzen. Das Stasi-Gefängnis wird zum Martyrium. Jahrelange Einzelhaft, Übergriffe, Psychoterror: Die Erinnerungen von Baganz, der 1991 entlassen wird, sind deshalb mehr als nur ein Zeitzeugenbericht. Seine Schilderungen geben erstmals detailgetreue Auskunft über die dunkelste Seite der Macht: über einen vom Geheimdienst betriebenen politischen Strafvollzug, der Menschen brechen wollte. Aber André Baganz ließ sich nicht brechen. Er kämpfte auch hinter den Gefängnismauern.


André Baganz, geb. 1961, wurde in Berlin als Sohn einer Deutschen und eines zur Ausbildung in der DDR weilenden Afrikaners geboren. Nach Festnahme und Verurteilung 1981 saß er im berüchtigten Stasigefängnis Bautzen II ein. 1991 wurde sein Urteil revidiert und er entlassen. Heute lebt er als taxifahrender Schriftsteller in Bonn.


»André Baganz ist 27 Jahre alt, als die Mauer fällt. Seine Wut über die damaligen Schikanen in Bautzen hat sich der heute 49-jährige Berliner von der Seele geschrieben: Endstation Bautzen II beschreibt nicht nur seine Jahre im Stasi-Gefängnis, sondern auch Kindheit und Jugend in der DDR der 1960er und 70er Jahre. André Baganz gelingt es mit seiner Geschichte, den Leser die Ohnmacht spüren zu lassen, die die Gefangenen in Bautzen alltäglich erlebten. Und die Wucht eines Staats, der jugendlichen Freiheitswillen gnadenlos unterdrückt.«
Deutschlandfunk, 18. April 2011

»Baganz schildert sehr anrührend die bittere Knastzeit. Seine Mitteilungen zum Alltag eines Gefangenen sind lesenswerte Chroniken des Schreckens.«
kiez-ticker.de, 13. Januar 2011


»Sehr detailliert, inhaltlich hochwertig und trotz aller Härte auch sachlich, resümiert Baganz im Prinzip über sein Leben - besonders über einen schrecklichen Abschnitt seines Lebens. Ein sehr wertvolles und lesenswertes Buch, das ans Herz geht.«
Heidi Zengerling auf amazon.de, 7. August 2011

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