Beier, Achim/Schwabe, Uwe (Hg.): »Wir haben nur die Straße«

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Verkaufspreis19,95 €

Beschreibung

Achim Beier/Uwe Schwabe (Hg.)
»Wir haben nur die Straße«
Die Reden auf den Leipziger Montagsdemonstrationen 1989/90
Eine Dokumentation
Mit einer Einführung von Tobias Hollitzer

252 S., geb., 148 × 210 mm, s/w-­Abb., Audio-CD
ISBN 978-3-95462-606-9

Erschienen: März 2016

 

Die Stimmen der friedlichen Revolution

Mit der Massendemonstration am 9. Oktober 1989 gelang in Leipzig ein wichtiger Durchbruch der Friedlichen Revolution in der DDR. Seit diesem Tag konnte die SED nicht mehr darauf bauen, ihre Macht mit Gewalt erhalten zu können. Auf dieser und den folgenden Demonstrationen erfolgte der konkrete Kampf um die Teilhabe an der Macht auf der Straße. Hier befand sich der einzige Kommunikationsraum, der nicht von der SED oder staatlichen Institutionen besetzt war. Damit bekamen auch die Kundgebungen auf den Montagsdemonstrationen einen bisher wenig beachteten Einfluss auf die gesellschaftliche Entwicklung. Es wurden zentrale Forderungen nach demokratischen Veränderungen und der Wiedervereinigung Deutschlands artikuliert. Diese Reden sorgten für eine allwöchentliche Mobilisierung.
Mit der vorliegenden Dokumentation wird erstmalig der Versuch unternommen, diese Reden nach über 25 Jahren zusammenzutragen. Darüber hinaus werden auf einer beiliegenden CD historische Tonmitschnitte von einigen Reden veröffentlicht, die die Atmosphäre widerspiegeln. Bisher unbekannte Ausschnitte von heimlich gemachten Tonaufnahmen einer SED-Parteisitzung am Vormittag des 9. Oktober 1989 im Leipziger Rathaus und der Einweisung der Genossen, die um 15 Uhr die Nikolaikirche »besetzen« sollten, erweitern die Sammlung. Zahlreiche Fotografien und Dokumente im Band illustrieren das damalige Geschehen zusätzlich.
Die Dokumentation wurde von Achim Beier und Uwe Schwabe im Auftrag des Archivs Bürgerbewegung Leipzig e.V. herausgegeben.

PRESSESTIMMEN

»Erstmals fasst ein Buch die authentischen Zeitzeugnisse zusammen und liefert damit ein wertvolles Abbild jener damaligen Monate.«
F.-W. Schlomann, Preußische Allgemeine Zeitung, 16. März 2018 

»Tondokumente der Kundgebungen Montags-Demos, die seit dem 6. November 1989 stattfanden, dokumentieren
eindrucksvoll, was Beier und Schwabe ›eine erste ‚Schule‘, demokratische Prozesse selbst zu gestalten‹ und einen
›Crashkurs für Politneulinge‹ (S. 8) nennen.«
Bernd Lindner, Vierteljahrschrift für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte (VSWG), Oktober 2016

»Man liest Wut und Untertanenangst, Euphorie, Narrheit und Geist, Konsens wider die SED-Macht und betreffs der Zukunft Streit.«
Christoph Dieckmann, DIE ZEIT, 20. Oktober 2016

»Aufwendig recherchiert.«
Thomas Purschke, Freie Presse, 08. Oktober 2016

»Ein wahrer Fundus.«
neues deutschland, 07.Oktober 2016

»Ein erster verdienstvoller Ansatz zur Auseinandersetzung liegt mit dieser Dokumentation vor.«
Pastor Martin Weskott, Der Medienbrief, 2.2016

»Von daher wird die bloße Lektüre schon fesselnd, abgesehen davon, dass eine einzigartige Quellensammlung entstanden ist.«
Elmar Broecker, alliteratus.de, September 2016

»Ein erster verdienstvoller Ansatz zur Auseinandersetzung liegt mit dieser Dokumentation vor.«
Dritte Welt Materialien 15.06.2016


»Es ist ein außerordentliches Zeitdokument, das die Stimmung in der SED kurz vor ihrem Untergang eindrücklich festgehalten hat.«
Peter Wensierski, Spiegel Online, 15. März 2016

»Wer wissen will, warum die DDR untergegangen ist, der sollte sich auch diese Tondokumente anhören.«
Thomas Purschke, Berliner Zeitung, 30. März 2016

»Endlich ein Buch mit den Reden auf den Leipziger Montagsdemonstrationen von 1989 und ein paar Töne aus dem Schattenreich der Macht.«
Manfred Orlick, Leipziger Internetzeitung, 08. März 2016

»Eine interessante dokumentarische Sammlung.«
Valerie Bosse, Freiheitsglocke, März/April 2016