Eckert, Rainer: Getrübte Erinnerungen?

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Verkaufspreis40,00 €

BESCHREIBUNG

Rainer Eckert
Getrübte Erinnerungen?
Die SED-Diktatur in der gegenwärtigen Geschichtspolitik der Bundesrepublik

648 S., geb., 135 × 210 mm
ISBN 978-3-96311-664-3

ET: August 2022


Wie erhalten wir eine demokratische deutsche Geschichtskultur?

Aktuelle Kontroversen zum Umgang mit der DDR-Geschichte
Kritische Analysen eines langjährigen Insiders
Grundsätzliche Fragen einer künftigen Geschichtspolitik

Der Historiker und Politikwissenschaftler Prof. Dr. Rainer Eckert, 1997 bis 2015 Leiter/Direktor des Zeitgeschichtlichen Forums Leipzig, nimmt zu den wichtigsten Kontroversen der deutschen Geschichtspolitik der letzten Jahre Stellung.
Unter dem Gesichtspunkt einer demokratischen Geschichtskultur behandelt er u.a. die Überführung der Stasi-Unterlagen ins Bundesarchiv, die Auseinandersetzungen um die Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen sowie um die Freiheits- und Einheitsdenkmale in Berlin und Leipzig. In den Fokus geraten zudem die Entwicklungen in den nationalen Geschichtsmuseen der Bundesrepublik, der Streit um die Leitung und Zukunft der Stiftung Sächsischer Gedenkstätten oder die Auflösung der Historischen Kommission beim Parteivorstand der SPD. Dem Autor geht es zugleich um erinnerungspolitische Fragen, die bis in die Zukunft reichen, wie die Auseinandersetzung mit dem Populismus der Neuen Rechten.

AUTOR

Rainer Eckert, geb. 1950, studierte Archivwissenschaft und Geschichte in Ost-Berlin. 1984 promovierte er an der Akademie der Wissenschaften der DDR und wurde dort 1990 stellv. Direktor des Instituts für Deutsche Geschichte. Danach lehrte er an der Humboldt-Universität, habilitierte sich an der FU Berlin und war 1997–2015 Leiter/Direktor des Zeitgeschichtlichen Forums Leipzig. Eckert ist apl. Professor für politische Wissenschaften an der Universität Leipzig.

INHALT

Einführung…11
Mein Abschied aus dem Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig 2015… 19
Positionen und Debatten in der ostdeutschen Erinnerungslandschaft, in Erinnerungsstätten und in Museen zur Geschichte der SED-Diktatur…24
III. Konflikte in der deutschen Erinnerungskultur…31
IV. Kampffeld Bundesbeauftragter für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR (BStU)…37
V. Beauftragte des Deutschen Bundestages für die Opfer der SED-Diktatur…58
VI. »Campus der Demokratie« in Berlin…66
VII. Kampf um Hohenschönhausen…78
VIII. Aufbau oder Niedergang der Gedenkstätte Andreasstraße Erfurt…121
IX. Weitere Gedenkstätten, Erinnerung an den Sturz der Berliner Mauer…126
X. Nationale Geschichtsmuseen der Bundesrepublik Deutschland, sonstige Geschichtsmuseen, private DDR-Museen…137
XI. Leipzig in der deutschen Geschichtspolitik nach 2015…148
XII. Stiftung Sächsische Gedenkstätten, Hannah-Arendt-Institut…251
XIII. Und außerhalb Sachsens? Die Landesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR bzw. für die Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur…257
XIV. Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur…263
XV. Kampf um die Historische Kommission beim Parteivorstand der SPD…268
XVI. WhatsApp-Gruppe und die Auseinandersetzung mit den Rechtspopulisten der AfD und unter ehemaligen Bürgerrechtlern, die Corona- und »Querdenker«-Diskussion…282
XVII. Neue Besitzer der Berliner Zeitung in der Kritik…303
XVIII. Ines Geipel und das Doping…309
XIX. Denkmal zur Erinnerung und Mahnung an die Opfer der kommunistischen Diktatur in Deutschland, Forschungsverbund SED-Unrecht…317
XX. Aufbau der Garnisonkirche in Potsdam…321
XXI. Paulskirche und »Stiftung Orte der deutschen Demokratiegeschichte«…338
XXII. Diskussion um Wolframs Revolutionsinterpretation…349
XXIII. Kowalczuk-Pollack-Kontroverse…353
XXIV. Neue Generationen – neue Ansätze und Interpretationen?…377
XXV. Diskussion um die »ostdeutschen Eliten«…389
XXVI. Kommission »30 Jahre Friedliche Revolution und Deutsche Einheit«…397
XXVII. Geschichtspolitik morgen…408

Anmerkungen…424
Personenregister…638