Vaszary, Anne von: Rock mich!

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Verkaufspreis17,00 €

Beschreibung

Anne von Vaszary
Rock mich!
Roman

160 S., geb. mit SchU
ISBN 978-3-89812-430-0

 

»Rock mich« ist eine rasante Geschichte vom schnellen, bedenkenlosen Leben und von der brutalen Heftigkeit des Erwachsenwerdens.

Antonia ist in Rocky verliebt, seit sie denken kann. Rocky, den sie als Kind an der Teppichklopfstange gefesselt hat. Den coolen, unangepassten, leichtsinnigen Rocky mit dem wilden Lockenkopf, dessen Mutter einmal »Miss Elbe« war und der bald aus der Schule verschwindet, nicht wegen seiner Diebstähle und Pöbeleien, sondern um in der Großstadt Berlin der letzte Eisschnellaufmeister der DDR zu werden.
Als sie sich wiedertreffen, sind sie alt genug für Cocktails in der Disko, spontane Spritztouren nach Paris, Sex in Krakau und fürs Heiraten – nur dass Rocky gerade einer anderen versprochen hat, ihr mit dem Trauschein aus der Patsche zu helfen.
Antonia wird schwanger, verschweigt Rocky aber seine Vaterschaft und kümmert sich mit Freunden um den kleinen Oskar. Aus ihrer Familie ist sie Zweckbündnisse gewohnt, und so lange Rocky immer wieder auftaucht, um ihr Leben richtig durchzurocken, läuft alles gut. Bis er eines Tages einen fatalen Fehler begeht.
»Rock mich« ist eine rasante Geschichte vom schnellen, bedenkenlosen Leben und von der brutalen Heftigkeit des Erwachsenwerdens.

Autorin

Anne von Vaszary, 1975 in Großenhain bei Dresden geboren, Ausbildung zur Sportlehrerin und Trainerin, danach Studium der Komparatistik in Stuttgart und Dramaturgiestudium an der Hochschule für Film und Fernsehen »Konrad Wolf« in Potsdam-Babelsberg. Anne von Vaszary arbeitet als Spielentwicklerin in Berlin und Hamburg.

Pressestimmen

»Die junge Autorin zieh den Leser ganz allmählich in den Abgrund der Geschichte hinein. Nicht leicht zu verdauen, aber dennoch lesenswert.«
ekz-Informationsdienst

»Genau das macht das Buch und die Geschichte so faszinierend, da plätschert eine Liebesgeschichte still und freundlich vor sich hin, bis es knallt und alles kaputt geht, das aber richtig!«
www.fritz.de, 1. August 2007

»Die Autorin beschreibt eine Jugend in Wende- und Nachwende-Zeiten, die fragilen Zweckbündnisse unter ›Freunden‹, die Dissonanzen innerhalb einer Familie. Mitunter geht es drastisch zu, immer wieder gibt es Beischlafszenen, Antonia ist nicht gerade prüde.«
Dresdner Neueste Nachrichten

Leseprobe

Unsere Liebe fing gut an, aber der Zeitpunkt war schlecht.
Rocky baute einen Motorradunfall, brach sich den Arm und auch gleich seine Lehre auf dem Bau ab, und jobbte in einem der neu gebauten Kaufhauscenter am Stadtrand. Rocky sortierte Waren in die Regale und fand heraus, wie er Dinge mitgehen lassen konnte, ohne dass es auffiel: Er machte Verpackungen kaputt, zerkratzte Hüllen oder brach Ecken ab, um die Sachen auszusortieren und auf dem Heimweg aus dem Müll zu fischen. Er hatte Spaß daran, unbeaufsichtigte Einkaufswagen mitsamt den Waren zur Station zurückzuschieben, nicht nur um die Mark zu kassieren, sondern vor allem, um die blöden Gesichter der Leute zu sehen.
Im Mediacenter in Hellerau konnte er sich überhaupt nicht mehr blicken lassen. Dort hatte er sich CDs und anderen Kram in die Unterhose gesteckt und sich auch sonst so auffällig benommen, dass ein Kaufhausdetektiv aufmerksam wurde. An der Kasse bezahlte Rocky einen Schokoriegel und spazierte damit an der Verkäuferin vorbei. Kaum war er draußen, zog er die CDs aus der Unterhose und winkte damit. Der Detektiv sprang über das Drehkreuz und Rocky rannte ohne zu zögern über die dicht befahrene Straße. Der Detektiv lief ungeduldig hin und her und suchte nach einer Lücke zwischen den fahrenden Autos. Über die Autodächer hinweg sah Rocky ihm in die Augen, ließ langsam seine Hose runter, wobei noch mehr Diebesgut herausfiel, und wedelte mit dem Schwanz. Als der Detektiv ihm den Mittelfinger zeigte, kickte Rocky die geklauten Sachen auf die Straße, wo sie von Autoreifen zermalmt wurden.
Rocky erzählte mir davon, als hätte er eine Heldentat vollbracht. Weil ich darüber nur den Kopf schüttelte, zog er los und machte noch mehr von diesem Quatsch.

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