Werner Heiduczek
Tod am Meer
Roman
Mit einem Nachwort von Stephan Pabst
ca. 320 S., Br., 135 × 210 mm
ISBN 978-3-68948-178-0
ET: September 2026
Ein fortlaufender Versuch über die Liebe, der ständig unerfüllt endet
Neuauflage zum 100. Geburtstag Werner Heiduczeks
Psychologisch dichtes Kammerspiel von großer Intensität
Vertreter der mittleren Autorengeneration der DDR
Poetische, bildstarke Sprache
In „Tod am Meer“ (1977) erzählt Werner Heiduczek von der Liebe als einem fortwährenden Versuch – intensiv, widersprüchlich und von vornherein gefährdet. Jablonski, der Held des Buches, treibt ruhelos durch die Welt. Vor der kargen Weite der Küstenlandschaft entfaltet sich ein psychologisch dichtes Kammerspiel über Nähe und Entfremdung, über Erinnerung, Schuld und das Scheitern an den eigenen Erwartungen. Heiduczek besticht und schockiert durch die Rigorosität, mit der er seine Menschen und die Gegebenheiten, in denen sie leben, darstellt. Seine Figuren ringen um Wahrhaftigkeit und geraten doch immer wieder an die Grenzen des Sagbaren. So entsteht ein Roman von großer existenzieller Spannung, der weit über seinen Entstehungskontext hinausweist.
Die Neuauflage zum 100. Geburtstag des Autors lädt dazu ein, eine markante Stimme der DDR-Literatur neu zu entdecken – eindringlich, zeitlos und von bemerkenswerter sprachlicher Intensität.
Werner Heiduczek (1926–2019), geb. 1926 im oberschlesischen Hindenburg als Sohn eines Bergarbeiters, prägte als profilierter Vertreter der mittleren DDR-Autorengeneration die Literatur nachhaltig. Nach Kriegsgefangenschaft wurde er 1946 Lehrer, studierte Pädagogik und Germanistik und arbeitete ab 1965 als freier Schriftsteller in Halle und Leipzig. Werke wie „Abschied von den Engeln“ (Neuauflage im mdv 2022) und „Tod am Meer“ belegen seine eigenständige Stimme innerhalb der ostdeutschen Literatur.
Prof. Dr. Stephan Pabst, geb. 1972, Studium der Neueren deutschen Literatur und Philosophie in Halle, London und Berlin, lehrt seit 2021 als Professor für Neuere und neueste deutsche Literaturwissenschaft an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.