Mühlpfordt, Günter: Demokratische Aufklärer II

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Verkaufspreis39,95 €

BESCHREIBUNG

Günter Mühlpfordt
Demokratische Aufklärer II
Getarnte und offene Radikalaufklärung
Mitteldeutsche Aufklärung, Bd. 3

504 S., Br., 148 x 210 mm
ISBN 978-3-95462-344-0

Erschienen: Januar 2015

 

Präjakobiner und Frauenrechtler, Dichter und Historiker der Aufklärungszeit

Der dritte Band der Schriftenreihe »Mitteldeutsche Aufklärung« behandelt die »Radikalaufklärer«. Christian Wolff, radikale Wolffianer, die beiden Forster, Eulogius Schneider, Christoph August Heumann oder Karl Friedrich Bahrdt, der die Revolution zur Pflicht des Volkes erklärte, forderten die Freie Republik und waren Verfolgungskampagnen ausgesetzt. Ihnen und ihren Mitkämpfern, wie den »Frauenrechtlern« Johann Herbin und Carl Hausen, dem Begründer kritischer Geschichtswissenschaft, August Ludwig Schlözer, den volksverbundenen Aufklärern Johann Christoph Adelung, Gottfried August Bürger sowie dem führenden Radikaldemokraten Karl Hagen, ihren Ideen und ihrem Wirken wird in den Aufsätzen des Bandes nachgespürt.
Hauptthema ist dabei die frühneuzeitliche »Kryptoradikalität«. Da das damalige Machtssystem des Absolutismus in der Sprache der Aufklärung auf »Despotismus«, auf Unterdrückung und Verfolgung beruhte, mussten Kämpfer für die Freiheit ihre tatsächliche Gesinnung verbergen, verhüllen, tarnen, um nicht dauerhaft eingesperrt oder – schlimmstenfalls – hingerichtet zu werden.

Herausgeber und Autor

Prof. Dr. phil. habil. Günter Mühlpfordt (1921–2017), Geschichtsstudium an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, 1941 Promotion, 1947 baute er das Universitätsinstitut für Osteuropäische Geschichte in Halle auf, 1949/1951 das Universitätsinstitut für Osteuropäische Geschichte an der Humboldt-Universität Berlin, 1954 wurde er Professor mit Lehrauftrag und Direktor des Instituts; 1956 begründete er das »Jahrbuch für Geschichte Ost- und Mitteleuropas«. Ende der 1950er Jahre wurde er aus politischen Gründen von der Martin-Luther-Universität vertrieben und 1962 mit Berufsverbot belegt. Er lebte als Privatgelehrter und veröffentlichte im Ausland. 1990 erfolgte seine vollständige Rehabilitation. Aufgrund seiner hervorragenden Verdienste um die Erforschung der Geschichte des mitteldeutschen Raumes erhielt er 1999 den Eike-von-Repgow-Preis der Stadt Magdeburg und der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg.
Prof. Mühlpfordt war Mitglied der historischen Kommission der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig und der Wissenschaftsakademien von Erfurt und Görlitz.

PRESSESTIMMEN

»Mühlpfordts Bände sind eine willkommene Ergänzung einschlägiger Handbibliotheken, weil man sie zweifellos öfters konsultieren wird.«
Till Kinzel, Informationsmittel IFB, 2015