Grote, Ludwig: Kardinal Albrecht und die Renaissance in Halle

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Verkaufspreis12,95 €

BESCHREIBUNG

Ludwig Grote
Kardinal Albrecht und die Renaissance in Halle
Mit einem Nachwort von Günter Kowa

128 S., geb. mit Schutzumschlag, 120 x 190 mm, s/w-Abb.
ISBN 978-3-95462-672-4

Erschienen: 2006 (Waldersee-Verlag)

 

Eine ebenso sachkundige wie populäre Annäherung an den großen Renaissancefürsten und Gegenspieler Luthers

Kardinal Albrecht von Brandenburg (1490–1545), Reichserzkanzler und Fürstprimas von Deutschland, Erzbischof von Mainz und Magdeburg, war der mächtigste Kirchenfürst, den das Alte Reich je gesehen hatte. Eine Ausnahmegestalt als Geistlicher, Politiker und Förderer der Künste. Nicht einfach ein Repräsentant der katholischen Kirche, sondern zudem ein Verfechter des Humanismus, welcher den Geist der Antike mit biblischer Gesinnung zu verbinden suchte. Von 1513 bis 1541 wählte der mächtigste Mann nach dem Kaiser die alte Salzstadt Halle zu seiner Residenz. Im Kernland der Reformation entfaltete Albrecht noch einmal die prunkvolle Hofhaltung eines geistlichen Renaissancefürsten. Die Freude an Glanz und Pracht teilte der Kardinal mit seiner Zeit, darüber hinaus war er mit einem sicheren Gefühl für künstlerische Werte begabt. Albrecht Dürer, Lukas Cranach und Matthias Grünewald lieferten ihre Meisterwerke nach Halle, die Bauten am Ort wirkten bahnbrechend für die Einführung der Renaissanceformen in Mittel- und Norddeutschland. Der Kunsthistoriker Ludwig Grote holt mit seinen so sachkundig wie populär verfassten Aufsätzen »Kardinal Albrecht und die Renaissance in Halle« (1930) und »Die Erasmus-Mauritius-Tafel« (1944/1957) den kunstsinnigen Kirchenmann aus dem Schatten seines Gegenspielers Martin Luther. Mit Albrecht wird eine historische Gestalt sichtbar, deren öffentliches Leben in glänzendstem Aufstieg begann und mit dem Untergang aller der Gründungen endete, an die sie ihre ganze Kraft gesetzt hatte.

Autor

Ludwig Grote (1893–1974), geb. in Halle (Saale). Studium der Architektur, Kunstgeschichte und Archäologie in Jena, Braunschweig, München und Halle. Einsatz im I. Weltkrieg. 1922 Promotion bei Paul Frankl in Halle. 1924 bis 1933 Landeskonservator und Kunstwart in Anhalt, ab 1927 im Nebenamt Direktor der neu gegründeten Anhaltischen Gemäldegalerie. Nach seiner Zwangspensionierung 1933 Verfasser kunsthistorischer Abhandlungen. Von 1949 bis 1951 veranstaltet Grote die ersten großen internationalen Ausstellungen im »Haus der Kunst« in München: unter anderem »Der Blaue Reiter« und »Die Maler am Bauhaus«. 1951 Berufung zum Ersten Direktor, später zum Generaldirektor des Germanischen Nationalmuseums in Nürnberg.